Innovatives Straßensanierungsverfahren auf dem Prüfstand

Initiative des SPD-Kandidaten Neumann einstimmig beschlossen.

 

Der SPD-Bürgermeisterkandidat hatte die Idee in den Raum geworfen und sich dafür stark gemacht, durch eine verbesserte Methode der Straßensanierung sowohl die betroffenen Bürger zukünftig finanziell zu entlasten als auch die Kosten für die Arbeiten seitens der Gemeinde zu verringern. Die SPD-Fraktion hat diese Anregung aufgegriffen und in der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung haben alle Fraktionen einstimmig dazu den ersten Schritt beschlossen.

Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, die Zahlen und Kosten im Straßenbau für die bisherige Sanierungsweise mit der von der SPD vorgeschlagenen zu ermitteln und gegenüberzustellen. „Ziel soll es sein, mit dem neuen Sanierungsverfahren die Flickenteppiche auf unseren Dorfstraßen zu beseitigen, die Haltbarkeit der Asphaltdecke zu verbessern, damit eine grundhafte Sanierung möglichst lange zu vermeiden und so die Anlieger deutlich seltener an den Kosten für einer grundhaften Sanierung beteiligen zu müssen. Eine echte win-win Situation“, betont Matthias Springer, SPD-Gemeindevertreter. Für die Gemeinde bringt diese Sanierungsmethode ebenfalls große Vorteile, denn die Straßen sind kürzer gesperrt, es kommt zu weniger Beschwerden durch die Anlieger und die von der Gemeinde zu tragenden Kosten sind ebenfalls niedriger als bisher.

Bürgermeisterkandidat Neumann ergänzt: „Für Rentner, junge Familien und Geringverdiener können die Straßenbeiträge im fünfstelligen Bereich schnell zu einem finanziellen Fiasko führen.“ Besonders freut es Neumann, dass durch seine Initiative jetzt eine weitergehende Diskussion zwischen den Fraktionen ins Rollen gekommen ist, die auch die komplette Abschaffung der in der Straßenbeitragssatzung vorgesehenen, einmaligen als auch wiederkehrenden Gebühren im Fokus hat.

Einschränkend gibt aber Springer zu bedenken: „Die Abschaffung der Straßenbeitragsgebühren ist allerdings ungleich schwieriger als die Umstellung auf ein verbessertes Straßensanierungsverfahren. Denn die Abschaffung ist das eine, doch die Kosten fallen weiterhin an und müssen von irgendjemanden getragen werden. Eine Grundsteuererhöhung, um die Kosten aufzufangen, kommt für die SPD nicht in Frage.“

Dieses innovative Straßenbauverfahren wird schon seit Jahren erfolgreich und mit deutlichen Kosteneinsparungen in der fränkischen Gemeinde Rednitzhembach eingesetzt. Der Bürgermeister der Gemeinde Rednitzhembach, Jürgen Spahl, wird Anfang März in Gründau das Straßenbauverfahren für alle Fraktionen und interessierte Bürgerinnen und Bürger vorstellen. Eine Einladung folgt gesondert über die Presse.