Für Gemeinde im Grünen mit Erneuerbaren Energien

Ginge es nach dem Willen der CSU in Bayern, dann würde es in Gründau bald so aussehen.

Die SPD Gründau befürwortet den Ausbau der erneuerbaren Energiequellen, aber mit Augenmaß und nicht zu Lasten von Mensch, Natur und Umwelt. Gemeindevertreter Oskar Neugebauer (SPD) ist davon überzeugt, dass die herkömmliche Energieversorgung über Kohle, Gas oder Kernkraft ein Auslaufmodell ist. „Wir brauchen dringend nachhaltige Alternativen, um den von Jahr zu Jahr wachsenden Energiebedarf zu decken. Noch besser wäre es natürlich, wenn es uns gelänge, den Energieverbrauch zu verringern“, erklärt Neugebauer.

Die fossilen Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas sind nicht unendlich verfügbar und werden in absehbarer Zeit erschöpft sein, auch wenn sie derzeit zu Spotpreisen verramscht werden. Die Gewinnung von Kohle im Tagebau wie in Garzweiler verursacht unübersehbare Umweltschäden. Alle drei Brennstoffe sind durch ihren Kohlendioxideintrag in die Atmosphäre massiv an der Klimaerwärmung unserer Erde beteiligt. Die Risiken der Kernkraft und der immer größer werdende Berg an nicht zu entsorgendem Atommüll haben nach vielen Jahrzehnten endlich zu einem gesellschaftlichen Gesamtkonsens geführt, aus dieser riskanten Art der Energiegewinnung auszusteigen.

Die SPD Gründau strebe daher eine ausgewogene Mischung von Energie aus Wind-, Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse an. „Wir begrüßen grundsätzlich die Nutzung der Windkraft zur Stromgewinnung als eine sinnvolle Alternative zu Kohle- und Kernkraftwerken“, betont Hartmut Stuhldreier (SPD) aus Breitenborn. „Doch wenden wir uns gegen eine ausufernde Ausweisung aller, auch kleinster möglicher Flächen für die Windnutzung, wie dies von der Hessischen Landesregierung vorgeschlagen wird.“

Besonderen Stellenwert haben aus Sicht der SPD alle Maßnahmen zur Energieeinsparung, denn die preiswerteste und sauberste Energie ist die, die gar nicht erst produziert werden muss. Energetische Gebäudesanierungen und Energieeffizienz seien daher für die Sozialdemokraten von eminenter Wichtigkeit.

„Augenmaß und nicht zu Lasten von Mensch, Natur und Umwelt“ mache sich auch daran deutlich, dass die Gründauer Sozialdemokraten die in der Planung der Netzagentur vorgesehenen „Ertüchtigung“ der durch Gründau verlaufenden Stromtrasse massiv ablehnen, die durch höhere Masten oder eine zweite Stromtrasse verstärkt werden soll. Und dies nur, weil Ministerpräsident Seehofer (CSU) sein Bayernland nicht durch Stromtrassen verschandeln will und statt einer Leitung durch Bayern eine Umleitung über den Main-Kinzig-Kreis befürwortet. Stuhldreier kritisiert die bayerische Initiative. Seine Partei werde die unabsehbaren gesundheitlichen Schäden der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder nicht hinnehmen und erteile dem Ansinnen von Herrn Seehofer eine klare Absage.

„Wir werden weiter daran arbeiten, dass Gründau auch mit erneuerbaren Energien die Gemeinde im Grünen bleibt, in der es sich zu leben lohnt“, so Neugebauer und Stuhldreier abschließend.