Neugebauer: „Ausbau der oberirdischen Stromtrasse inakzeptabel“

Die Fotomontage zeigt, wie nach Seehofers Willen die Gründauer Gemarkung noch weiter verschandelt werden würde.

Im Rahmen der Planungen für die zukünftige Stromversorgung Bayerns möchte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kurze, direkte Hochspannungstrassen durch bayerisches Land verhindern und sie lieber den benachbarten Bundesländern zuschieben. „Das ist Politik nach dem Sankt-Florians-Prinzip. Bei ihm soll der Strom zwar aus der Steckdose kommen, nicht aber über Stromtrassen durch bayerische Auen“, kritisiert der Vorsitzende des Umweltausschusses, Oskar Neugebauer (SPD).

Stattdessen wurde nun bekannt, dass als Alternative geplant wird, zur Versorgung Bayerns die vorhandene Hochspannungsleitung durch die Gründauer Gemarkung entweder zu erhöhen oder eine parallele Trasse direkt daneben zu errichten.

Gegen diese Pläne spricht sich die Gründauer SPD entschieden aus. „Schon jetzt ist das Gründautal durch die Strommasten verschandelt. Das muss nicht noch weiter gesteigert werden. Aber noch mehr sehen wir die dann noch höhere Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung, die von der elektromagnetischen Strahlung ausgehen kann“, betont Neugebauer.

„Bei einer weiterhin oberirdischen Trassenführung sollte sich die Planung für die zukünftige Stromversorgung Bayerns an möglichst kurzen Streckenverläufen statt an Seehofers Wohlwollen orientieren“, fordert Matthias Springer, Gemeindevertreter aus Breitenborn. Mit dem Ausbau der vorhandenen Stromtrasse könne man sich nur anfreunden, wenn diese Stromleitungen dann komplett in der Erde verlegt werden. Bei einer solchen Lösung hätte auch Gründau einen Gewinn davon.

Springer begrüßt es daher sehr, dass bereits der Gemeindevorstand mit deutlichen Worten gleich nach Bekanntwerden der Planungen dagegen Stellung bezogen hat.