Hallenbad bietet keinen Anlass zur Besorgnis

In der vergangenen Sitzung der Gemeindevertretung lehnte die SPD-Fraktion den Antrag der CDU ab, in dem der Gemeindevorstand beauftragt werden sollte, über die finanzielle Situation des Hallenbads in Gelnhausen zu berichten.

„Dass eine solche Diskussion ‚dringend geboten‘ sei, wie es in dem CDU-Antrag heißt, kann ich nicht erkennen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Jürgen Schubert. „Jede der drei Kommunen Gelnhausen, Linsengericht und Gründau entsendet vier Vertreter in die Zweckverbandsversammlung des Hallenbads. Aus Gründau sind dies zwei der SPD und je einer der CDU und FWG. Diese haben die Aufgabe, ihre Fraktionen über die Vorgänge rund um das Hallenbad auf dem Laufenden zu halten. In den letzten Sitzungen der Verbandsversammlung wurde sehr eingehend über den Wirtschaftsplan für das Jahr 2015 beraten. In der Sitzung um Mai wurde er dann mehrheitlich beschlossen.“

Wer den Wirtschaftsplan aufmerksam liest, so Schubert weiter, wird feststellen, dass er an keiner Stelle Anlass zur Besorgnis liefert. An der finanziellen Situation des Hallenbads hat sich in den letzten Jahren nichts geändert. Somit ist auch keine – wie aus dem CDU-Antrag zu entnehmen – mittel- und langfristige Neubewertung notwendig.

Im Gegenteil – seit 2011 konnten deutliche Kosteneinsparungen realisiert werden. So gelang es dem seit 2011 tätigen Leiter des Hallenbads, Volker Beer, den Energieverbrauch um ca. 25 Prozent zu reduzieren. Für den Stromverbrauch bedeutet dies 150.000 kWh und für den Wärmeverbrauch 400.000 kWh weniger. Auch die Personalkosten haben sich in dieser Zeit geringer erhöht, als sich dies aus den jährlichen Gehaltssteigerungen ergeben würde.

Im Hallenbad werden 2015 215.000 Euro investiert. Die größte Investition dabei ist eine Schalt- und Regelanlage. Viele weitere Einzelmaßnahmen sind in diesem Betrag enthalten und wurden der Verbandsversammlung im Detail vom planenden Ingenieur vorgestellt.

An den Ausgaben, die sich nicht über die Einnahmen oder einer Entnahme aus der Rücklagen decken lassen, ist Gründau mit 31,1 Prozent beteiligt. Auch hier hat sich der absolute Betrag für Gründau in den letzten Jahren mit 13 Prozent deutlich verringert.

Schubert betonte abschließend: „Alle Informationen, die die CDU in ihrem Antrag fordert, sollten dem CDU-Vertreter in der Verbandsversammlung bekannt sein. Eine finanzielle Schieflage des Hallenbads ist derzeit nicht gegeben. Somit kann ich in diesem Antrag nur den Versuch erkennen, das Hallenbad zu einem Thema für den anstehenden Kommunalwahlkampf machen zu wollen.“