Michl: „Kitas haben sich zu Bildungsstätten gewandelt“

Gründauer SPD unterstützt die Forderungen der Kita-Erzieherinnen auf dem Demonstrationszug in Lieblos (v.l. Detlef Göddel, Angy Holzderber, Hans-Jürgen Michl und Oskar Neugebauer)

Im aktuellen Arbeitskampf sind auch in Gründau Erzieherinnen der Kitas in einen unbefristeten Streik getreten und demonstrierten am vergangenen Freitag vor dem Gründauer Rathaus für eine gerechte Entlohnung. Diese muss den in den letzten Jahren dramatisch veränderten Arbeitsbedingungen im Betreuungsbereich Rechnung tragen, so ihre Forderung. Vertreter der Gründauer SPD nahmen an der Demonstration teil und zeigten damit ihre Solidarität mit den Forderungen der Erzieherinnen.

„Kindertagesstätten sind heute nicht mehr die Kindergärten von gestern. Die Aufgaben und Ansprüche an die Erzieherinnen haben sich gewaltig verändert und sind gewachsen. Auch die Qualitätsansprüche der Eltern sind deutlich gestiegen. Zwangsläufig haben sich Kitas zu Bildungsstätten gewandelt“, betont der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans-Jürgen Michl. Doch die dienstliche Einstufung und Entlohnung der Erzieherinnen sei in den vergangenen Jahren nicht in gleichem Maße an die gestiegenen Berufsanforderungen angepasst worden.

Werden die Streikforderungen der Erzieherinnen erfüllt, so werden die Kassen der Kommunen durch höhere Personalkosten stärker als bisher belastet. „Würde die Gemeinde kostendeckende Kita-Gebühren erheben, so müssten die Eltern ca. 600 Euro pro Monat und Platz bezahlen. Das wäre nicht vertretbar. Wir fordern daher die Landesregierung inständig auf, sich mehr als bisher an der Finanzierung der Kinderbetreuung zu beteiligen. Denn ihre Pläne zum Kommunalen Finanzausgleich werden die Unterfinanzierung der Kommunen verstärken. Aber gleichzeitig schiebt sie immer mehr Aufgaben und Kosten an die Gemeinden ab“, kritisiert Gemeindevertreter Detlef Göddel (SPD).

 

Bildunterschrift:

Gründauer SPD unterstützt die Forderungen der Kita-Erzieherinnen auf dem Demonstrationszug in Lieblos (v.l. Detlef Göddel, Angy Holzderber, Hans-Jürgen Michl und Oskar Neugebauer)