„Bezahlbare Mietwohnungen für geringe Einkommen“

Preiswerte Wohnungen zu bekommen wird immer schwerer. Die Renten steigen durchschnittlich um höchstens ein Prozent im Jahr, aber die Mieten um ein Vielfaches. Für junge Familien, Alleinerziehende und Menschen, die Hilfe zum Lebensunterhalt beziehen, sind auf dem so genannten „Freien Markt“ kaum bezahlbaren Wohnungen zu bekommen. Wenn die Kommunen die Kosten für den Wohnraum übernehmen müssten, würden die Haushalte der Kommunen unglaublich belastet.

In vielen Kommunen gibt es Leerstände und Lücken, die sinnvollerweise geschlossen werden sollten. Aber da der „Markt“ ja nur dort investiert, wo er den größtmöglichen Gewinn erzielen kann, werden für die genannten Zielgruppen und städtebaulichen Notwendigkeiten keine Investitionen getätigt. Soziale Wohnungsbaugenossenschaften, denen Grundstücke in Erbpacht zur Verfügung gestellt und von diesen bebaut werden, könnten hier Abhilfe schaffen. Auf diese Weise könnten Mietpreise von unter fünf Euro pro Quadratmeter erreicht werden.

Die SPD-Fraktion beantragt daher, dass sich die Gemeinde an in Gründau aktiven Wohnungsbaugenossenschaften beteiligt. „Ziel soll es sein, im Rahmen des geförderten, sozialen Wohnungsbaus auch für geringe Einkommen bezahlbaren Mietwohnungen zu schaffen“, erläutert die Vorsitzende des Sozialausschusses, Angela Holzderber (SPD).

In diesem Zusammenhang stellen die Gründauer Sozialdemokraten den weiteren Antrag, bei der Planung von in Arbeit befindlichen und neuen Baugebieten den Bau von Mehrfamilienhäusern zu berücksichtigen. Mindestens zehn Prozent der Flächen von in Arbeit befindlichen und neuen Baugebieten sind für Projekte im Rahmen des geförderten, sozialen Wohnungsbaus vorzuhalten. „Neubaugebiete nur für den Bau von Einfamilienhäusern zu nutzen, ist eine Verschwendung der Ressource Raum. Anders als in der Vergangenheit soll die Gemeinde in den Neubaugebiete verstärkt den Bau von Mehrfamilienhäusern fördern“, meint Detlef Göddel, Vorsitzender des Bauausschusses.