SPD regt Willkommensveranstaltung für Flüchtlinge an

In Hessen werden in diesem Jahr 40.000 Flüchtlinge mehr erwartet. „Das bedeutet für Gründau etwa 20 weitere Schicksale, die bei uns Zuflucht vor Verfolgung und Krieg suchen. Wir nehmen diese Menschen, die in ihren Heimatländern Schreckliches erleiden mussten, gerne auf. Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zeigen, dass dies die Bevölkerung auch so sieht“, sagte SPD-Gemeindevertreter Michael Schell.

Als Ergänzung zu den Maßnahmen, die der Runde Tisch „Integration“ bisher auf den Weg gebracht hat, hat die SPD-Fraktion eine Willkommensveranstaltung für Asylbewerber und Flüchtlinge vorgeschlagen. Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen Vereine und Feuerwehren über ihre Aktivitäten informieren und so eine schnelle und bessere Integration in unsere Gesellschaft unterstützen.

Darüber hinaus mahnt die SPD-Fraktion eine bessere Finanzausstattung für die Unterbringung und Begleitung von Flüchtlingen in Gründau an.

Um Flüchtlingen ein gutes Ankommen zu ermöglichen, brauchen die Kommunen mehr Geld. Unter anderem fordert die SPD-Fraktion, dass die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 37 Mio. Euro vollständig an die Gemeinden und Kreise weitergegeben werden.

Darüber hinaus fehlt den Kommunen immer noch Geld zur kostendeckenden Finanzierung der Flüchtlingsunterbringungen. Nach Berechnungen des Hessischen Landkreistages ist der aktuelle Fehlbetrag 60 Mio. Euro. Bislang werden den Kommunen Pauschalen zugewiesen, die sich in drei Stufen differenzieren, je nachdem, um welche Region es sich handelt.

„Die Aufgabe der Flüchtlingsunterbringung ist vom Land auf die Kommunen delegiert worden. Das muss aber dann auch heißen, dass das Land diese übertragene Aufgabe finanziert. Derzeit bringt die Gemeinde die schon vorhandenen knapp 70 Flüchtlinge in von der Gemeinde angemieteten Privatwohnungen unter“, so Schell.