Jahresabschluss Gründau 2013 – ein hervorragendes Ergebnis

Das Jahresabschlussergebnis der Gemeinde Gründau für 2013 liegt den Fraktionen seit kurzem vor. Unterm Strich hat sich das Gesamtergebnis um rund 1,0 Mio. Euro gegenüber der Planung verbessert und das, obwohl der 2013er Haushalt nach Anforderung der SPD-Fraktion noch knapper als in den Vorjahren geplant wurde. Außerdem sind 1,5 Mio. Euro mehr in der Kasse als noch Anfang 2013 geplant. Das Bilanzvolumen mit 117 Mio. Euro ist stabil. Die Rücklagen sind trotz zahlreicher Investitionen um etwa 1 Mio. auf 36 Mio. Euro angestiegen.

Die SPD Gründau sieht die Haushaltsplanung der Gemeinde Gründau sowohl zeitlich wie auch qualitativ auf einem Spitzenplatz in Hessen. „Das lassen wir uns nicht schlechtreden“ führt Franz Porstner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion, an. „Die teilweise recht unsachlichen Diskussionsbeiträge der Oppositionsfraktionen, die immer wieder in den Etatberatungen versuchen, eine ihrer Ansicht nach durch die SPD verursachte Pleite der Gemeindefinanzen herbeizureden, prallen da einfach ab – Ergebnisse zählen, nicht Schwarzmalerei.“

Alleine der Zeitpunkt der Vorlage ist schon eine hervorragende Leistung. Seit Einführung der DOPPIK in 2009 ist dies der erste Jahresabschluss, den der Gemeindevorstand innerhalb eines Jahres nach Kassenabschluss vorlegen kann. Noch besser: Der Jahresabschluss 2014 ist bereits für April 2015 avisiert. „Dies sind Zeiträume, die einfach fantastisch sind“, lobt Klaus Dembinski, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses und seit über 30 Jahren in Gründau in dieser Materie tätig. „Die Jahresabschlüsse früherer Jahre waren allein schon durch den langen Zeitraum zwischen Kassenabschluss und Vorlage des Jahresabschlusses wertlos und konnten daher nie für die neue Haushaltsplanung als Basis genutzt werden. Mittlerweile befindet sich Gründau unter den Spitzenreitern in Hessen. Nicht nur der Zeitpunkt, auch die Qualität der Abschlüsse sind hervorragend – eine Spitzenleistung der Verwaltung.“

Während die Erträge mit 23,5 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro besser ausfallen als geplant, sind die Aufwendungen mit 25,1 Mio. Euro nahezu konstant geblieben. „Ursache für das Defizit zwischen Erträgen und Aufwendungen sind die hohen Abschreibungen von rund 2,5 Mio. Euro – also der Wertverlust von Kindergärten, Sportplätzen und Bürgerhäusern“, erläutert der Fraktionsvorsitzende, Dr. Jürgen Schubert. „Dem stehen allerdings deutlich höhere Investitionen gegenüber. Damit ist die Vermögenslage in der Gemeindebilanz mehr als ausgeglichen. Letztlich sind auch in der Gemeindekasse rund 1,5 Mio. Euro mehr vorhanden als geplant. Ging man in der Haushaltsplanung noch von einem Kassendefizit von 500.000 Euro aus, ergab sich nach Jahresende ein Kassenplus von 1,1 Mio. Euro.“

Im Vorfeld der 2013er wie auch 2014er Haushaltsplanung gab es umfassende Spannungen in den Beratungen zwischen SPD-Mehrheit und Opposition. Im Hintergrund standen die bisherigen „konservativ“ geplanten Haushalte, die alleine in den Jahren 2001 bis 2010 eine Soll/Ist-Abweichung von 50 Mio. Euro aufwiesen – zu hoch angesetzte Aufwendungen und zu knapp bemessene Erträge – eine jährliche Rechnungsdifferenz von etwa 5 Mio. Euro. Konsequenz einer solchen Planung ist die Verschiebung notwendiger Investitionen, obwohl ausreichend Mittel vorhanden sind. Zwischenzeitlich kommen sich Planung und Ergebnis immer näher. „Auf den Abschluss 2014 sind wir gespannt. Die Finanzverwaltung hat hier beachtliches geleistet und verdient die absolute Anerkennung der SPD-Fraktion“, stellt Schubert fest. „Auch dem Ersten Beigeordneten, Hans Kroth, möchten wir danken, der für die Gemeinde Gründau wertvolle Beratungsarbeit leistet und in den Haushaltsvorarbeiten intensiv mit der Finanzverwaltung zusammenarbeitet.“