SPD-Mehrheit beschließt Herabsetzung der Kitagebühren

„Um Bildung und Bildungschancen – Chancen, die für jedes Kind gleich sein sollten, darum ging es uns, als wir uns für die Herabsetzung der Kitagebühren stark gemacht haben. Mit unserer Familienintiative hat die SPD in Gründau die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt. Denn Familien mit ihren Kindern sind die Zukunft und tragende Stütze unserer Gesellschaft“, erklärt Angela Holzderber (SPD).

In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung waren nun nach langen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten die neuen Gebühren für den Besuch der Kindergärten und der Betreuung für Unterdreijährige mit Mehrheit der SPD beschlossen worden.

„Gründau darf sich nun mit Recht als eine der familienfreundlichsten Gemeinden in ganz Hessen nennen. Mit maximal 50 Euro für die Ganztagesbetreuung von Unterdreijährigen haben wir die niedrigsten Gebühren hessenweit. Wir erwarten, dass auch damit Gründau im Gegensatz zur jüngsten Vergangenheit wieder eine Zuwachsgemeinde mit steigenden Geburtenzahlen wird“, hebt Holzderber hervor.

Holzderber findet es mehr als bedauerlich, dass Opposition und Bürgermeister soziale Aspekte wie Gleichberechtigung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Debatte ausgeblendet hatten. Stattdessen wurde nur über die Kosten diskutiert. „Es geht um unsere Kinder und darum, dass alle ohne Ansehen von Herkunft und Einkommen vom frühesten Zeitpunkt ihres Lebens die gleichen Chancen auf Bildung erhalten. Wer das ablehnt, muss sich die Frage gefallen lassen, was ihm Kinder überhaupt wert sind“, so Holzderbers Kritik an der ablehnenden Haltung von CDU und FWG.

Den Vorwurf, dass bei einer Herabsetzung der Gebühren die Qualität in den Kitas auf der Strecke bleibe, haben die Sozialdemokraten kurzerhand aufgegriffen. Erst vor kurzem hatten die Kita-Leiterinnen die Möglichkeit, ihre Vorstellungen für die Verbesserung der Qualität den Gemeindevertretern zu präsentieren. „Über die rein baulichen Maßnahmen hinaus wollen wir von der SPD gerne die vorgebrachten Vorschläge wie besserer Lärmschutz, Gesundheitsförderung, Freistellung der Leiterinnen aufgreifen und uns für praktikable Lösungen einsetzen“, meint Holzderber.