„Heger auf dem Holzweg“

Andreas Bröning

Es freut mich wenn der von mir geschätzte CDU-Fraktions-vorsitzende mich als einen „Mann des Dialogs und des Ausgleiches“ bezeichnet, doch über die Gründe meines Rücktritts ist er mit den seinen Vermutungen völlig auf dem Holzweg. Bereits nach der Kommunalwahl habe ich meiner Fraktion mitgeteilt, dass ich mich beruflich verändern und daher auf dem politischen Parkett kürzer treten möchte.

Daher hatte ich damals auch den Fraktionsvorsitz abgegeben. Nun ist für mich dieser Zeitpunkt gekommen, eine neue berufliche Aufgabe zu übernehmen, die noch mehr als bisher meine Zeit beansprucht. Dies hatte ich bereits im Sommer 2013 einem engen Kreis der SPD mitgeteilt. Die SPD-Fraktion und auch deren Vorsitzender, Dr. Jürgen Schubert, haben mir dafür stets den Rücken freigehalten. Man könnte sogar von einem Sonderstatus reden, den ich in der Fraktion genossen habe.

Atmosphärische Spannungen gab es nicht zwischen mir und der SPD- Fraktion! Wer etwas anderes behauptet, versucht allein aus politischem Kalkül heraus gezielt und bewusst unwahre Gerüchte über mich und die Gründauer SPD zu streuen.

Kurz nach dem in der Höhe völlig überraschenden Erfolg bei den Kommunalwahlen war allen in der SPD Verantwortlichen bewusst, dass es während der langen Legislaturperiode zu einem Personalengpass kommen könnte. Denn es hatte niemand von uns damit gerechnet, dass wir durch den fulminanten Wahlerfolg eine – zahlenmäßig – so starke Mannschaft ins Rennen schicken werden. Durch einige Fortzüge von SPD-Mandatsträgern aus Gründau während der laufenden Legislaturperiode war das Ende der mit 43 Kandidaten recht langen Wahlliste leider noch schneller erreicht als angenommen. Hätte Heger mal mit den Genossen gesprochen, die mein frei gewordenes Mandat nun nicht angenommen haben, hätte er festgestellt, dass deren Gründe bestimmt nicht im „zerrütteten Zustand“ zu suchen sind. Einige fühlen sich aus gesundheitlichen Gründen der Verantwortung des Mandats nicht mehr gewachsen und andere sind bereits in viele andere ehrenamtliche Aufgaben eingebunden.

Eine „Verweigerungshaltung“, wie sie der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Heger zu erkennen glaubt, ist sicherlich der Wunschgedanke der CDU, entspricht jedoch keineswegs der politischen Realität. Daraus einen stillen Protest der SPD-Basis abzuleiten, ist schon reichlich absurd und soll von den eigenen Zerwürfnissen der CDU Gründau ablenken.