CDU und FWG verweigern Investitionen für Niedergründau

Niedergründau soll nach dem Willen der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung Gründau eine neue Aussegnungshalle erhalten, da die bestehende zu klein geworden ist. Sie beantragte daher die Bereitstellung der notwendigen Gelder im Haushaltsplan der Gemeinde für 2014. „Zentrales Niedergründauer Projekt in diesem Haushalt ist die Trauerhalle auf dem Friedhof“, führt Ortsvorsteher Detlef Göddel (SPD) aus.

Seit mindestens 20 Jahren bemühen sich die Niedergründauer um eine Trauerhalle, wie sie auch in den anderen sechs Ortsteilen steht. „Wir wollen keinen großen Luxusbau. Eine Halle in der Größe wie in Breitenborn reicht vollkommen aus.“

In der letzten Sitzung des Niedergründauer Ortsbeirats stellte Bürgermeister Helfrich den Haushalt der Gemeinde für 2014 und die für den Ortsteil vorgesehenen Investitionen vor, darunter auch der geplante Neubau der Trauerhalle.

Die Ortsbeiratsmitglieder der CDU und FWG, stimmten kommentarlos ohne Angabe von Gründen gegen den Haushaltsplan. Göddel zeigt sich darüber enttäuscht: „“Ich bedauere es, dass die Ortsbeiratsmitglieder Ronald Bacher und Manuel Schneider nicht hinter unserem jahrelangen Bemühen um eine Trauerhalle stehen. Sie verweigern sich mit ihrer Ablehnung nicht nur dem wichtigsten Haushaltsprojekt im Jahre 2014 für Niedergründau, sondern stellen damit auch Parteidoktrin vor das Wohl der Gemeinde.“ Denn am Haushaltsplan selber kann es nicht gelegen haben. Der 2014er Haushalt ist der solideste seit der Einführung der doppischen Haushaltswirtschaft vor sechs Jahren.

Dass Beisetzungen auch von der Bergkirche aus möglich sind und in Zukunft auch weiter stattfinden können, ist unumstritten. Das immer wieder genannte Bürgerhaus ist keine Alternative. „Trauerfeier unter Festgirlanden ist geschmacklos. Es ist unsere Pflicht, für den Abschied von einem Menschen einen würdigen Rahmen zu schaffen – eine würdige Trauerhalle ist hier unverzichtbar und längst überfällig“, stellt Detlef Göddel fest.