Porstner: Fußgänger sollen sicher über die Straße kommen

Seit längerem wird über die Verkehrssituation an der Kreuzung Niedergründauer/ Frankfurter Straße in Rothenbergen diskutiert. Der zunehmende Verkehr hat gerade hinsichtlich der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger im Kreuzungs-bereich Defizite aufgezeigt. Dieses Sicherheitsproblem hatten auch der Ortsbeirat von Rothenbergen und die SPD-Fraktion erkannt.

Der Gemeindevorstand wurde daher Anfang 2012 beauftragt, mit einem Ingenieursbüro ein Lösungskonzept zu erarbeiten. Anfang 2013 legte dieses Büro einen Vorschlag in Form eines Minikreisels vor, der allen Fraktionen vorgestellt wurde. Allerdings wurde erst in der Ortsbeiratssitzung im September 2013 deutlich, dass die vorgelegte Lösung einen Haken hat: Es fehlte die Abstimmung mit dem Main-Kinzig-Kreis als Baulastträger und mit Hessen Mobil, dem ehemaligen Straßenbauamt, als übergeordneter Behörde.

Als das Ingenieurbüro beauftragt wurde, war auch noch nicht bekannt, dass ab Ende 2015 der neue Nahverkehrsplan gerade in Rothenbergen veränderte Streckenführungen der Gründauer Buslinien mit sich bringen wird. Dies wird in diesem Bereich möglicherweise eine Bushaltestelle erforderlich machen, die nun ebenfalls bei der Kreuzungsplanung berücksichtigt werden soll.

„Wir hatten uns als SPD für die Kreisellösung ausgesprochen, weil nur sie es laut dem planenden Ingenieur erlaubt, alle auf die Kreuzung zuführenden Straßen mit Querungshilfen oder Fußgängerüberwegen zu versehen“, erklärt der Rothenberger Ortsvorsteher Franz Porstner (SPD). Natürlich sei diese Lösung nur dann umzusetzen, wenn alle beteiligten Behörden ihre Zustimmung signalisieren. Außerdem sollte aus Sicht der SPD der Verkehrsfluss verbessert werden, um den Rückstau in die Niedergründauer Straße und die Fahrgeschwindigkeit in der Frankfurter Straße zu reduzieren.

Porstner fasst die Situation so zusammen: „ Aus meiner Sicht als Ortsvorsteher besteht weiterer Beratungsbedarf hinsichtlich der verkehrstechnischen Lösung mit einer Priorität auf die sichere Fußgängerquerung im Kreuzungsbereich. Hier sind kreative Lösungen gefragt, ein Minikreisel ist kein Muss.“ Deshalb habe der Ortsbeirat einstimmig empfohlen, dass der Gemeindevorstand mit dem Main-Kinzig-Kreis und Hessen mobil über alternative Lösungen verhandle und diese dem Ortsbeirat in der nächsten Sitzung im Februar 2014 vorstelle. Erst danach werde der Ortsbeirat eine abschließende Empfehlung abgegeben.