Gründau soll noch attraktiver für Jugendliche werden

„Wir wollen mehr Jugendliche für die bestehenden Jugendangebote interessieren, wir wollen den Jugendlichen Veranstaltungen der gemeindlichen Jugendarbeit mit geringen Kostenbeteiligung anbieten, und wir wollen auch dort Jugendarbeit anbieten, wo bisher wenig bis nichts dazu passiert“, so fasst Franz Porstner, stellvertretender Vorsitzender des Sozialausschusses, die Zielrichtungen der SPD-Fraktion zum Thema „Jugendarbeit“ zusammen.

Auch für Jugendliche müsse Gründau attraktiv sein. Mit zwei Anträgen zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung sollen diese Ziele in Maßnahmen überführt werden.

„Die gemeindliche Jugendarbeiterin, Frau Kreiss, leistet sehr gute Arbeit. Mit ihr in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche hat die Jugendarbeit in Gründau einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat“ betont Porstner. Aber der Kreis der Jugendlichen, die erreicht werden, könne nach seiner Ansicht weiter ausgebaut werden. Um noch mehr als bisher auf die Angebote an die Jugendlichen aufmerksam zu machen und diese gezielt anzusprechen, möchte die SPD-Fraktion, dass die Gemeinde die Jugendarbeit bei der Bewerbung finanziell unterstützt (Zum Antrag).

Auch die Tagesausflüge in den Ferien finden einen guten Anklang, sind aber auch mit Kosten für die Jugendlichen verbunden. Um hier nicht einkommensschwächere Teenies auszugrenzen, will die SPD-Fraktion auch diese Aktionen bezuschusst sehen. „Zwanzig Prozent dieser Kosten bis zu einem Maximalbetrag von 20.000 Euro pro Jahr soll die Gemeinde tragen. So können diese Freizeitangebote für alle günstiger und erschwinglicher angeboten werden“, dafür spricht sich Porstner aus.

Neben der Optimierung der bereits bestehenden Jugendarbeit möchte die SPD diese aber auch weiter in der Fläche ausweiten. „Wir haben den Eindruck, dass mit den drei Jugendtreffs in Niedergründau, Lieblos und Breitenborn noch längst nicht alle Jugendlichen erreicht und gezielt angesprochen werden können“, meint Gemeindevertreter aus Rothenbergen. Gerade im Gründautal sehe man über die reine Vereinsjugendarbeit hinaus noch Defizite. Hier fehlen sowohl in personeller als auch in räumlicher Hinsicht Anlaufstellen, die für die Altersgruppe der Jugendlichen passen. Auch das Thema „Streetworking“, von der SPD schon mehrfach thematisiert, muss nach Ansicht von Porstner näher betrachtet werden: „Auch jugendliche Randgruppen verdienen unsere Aufmerksamkeit. Ein Streetworker kann sie da abholen, wo sie ihre Treffpunkte haben.“

Wie diese erweiterte Jugendarbeit in Gründau in die Tat umgesetzt werden kann, dazu soll der Gemeindevorstand ein Konzept erarbeiten. Um zu einer fachlich qualifizierten Lösung zu gelangen, soll auf jeden Fall eine externe, erfahrene Fachkraft diese Konzeptfindung federführend leiten. In die Ideen- und Konzeptfindung sollen in der Jugendarbeit aktive Personen wie z.B. Schulsozialarbeiter, Jugendarbeiter, Jugendleiter in Vereinen, aber in ganz besonderem Maße die Jugendlichen selbst einbezogen werden.