Neubau der Niedergründauer Trauerhalle soll 2014 wahr werden

„Schon lange hegen viele Niedergründauer Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach einer größeren Trauerhalle. Dieser könnte nun bald wahr werden. Denn der Wunsch der Niedergründauer Bürger nach einer größeren Trauerhalle ist bald so alt wie die Gemeinde Gründau selbst“, erklärt der SPD-Gemeindevertreter Detlef Göddel.

Seine Fraktion befürwortet den Neubau einer ausreichend große Aussegnungshalle auf dem Niedergründauer Friedhof und schließt sich damit der Empfehlung des Ortsbeirats an. Ein SPD-Antrag dazu liegt für die nächste Sitzung der Gemeindevertretung vor. Danach sollen die Mittel für die neue Halle im Haushalt für 2014 vorgesehen werden.

Mit dieser Entscheidung haben dann die unzureichenden Zustände bei Beerdigungen endlich ein Ende. Die bestehende Trauerhalle ist viel zu klein und bietet kaum Schutz vor Wind und Wetter. Den würdigen Rahmen, den sich die Hinterbliebenen Wünschen, um von einem geliebten Mitmenschen Abschied zu nehmen, kann diese Halle schon lange nicht mehr bieten.

Zwar besteht die Möglichkeit, die Trauerfeier in den jeweiligen Kirchen abzuhalten. Aber danach müssen Sarg oder Urne erst mal bei jedem Wetter zum Friedhof transportiert werden. „Doch was machen Andersgläubige oder Konfessionslose?“, fragt sich Göddel. „In einer modernen Gesellschaft, im Wandel der Zeit und dem Zuzug vieler fremdländischer Menschen aus anderen Kulturkreisen, sollten wir auf alle Rücksicht nehmen und jedem eine neutrale Möglichkeit der Abschiedsnahme von lieben Familienmitgliedern, Verwandten und Bekannten bieten.“ Auch in der Nutzung des Niedergründauer Dorfgemeinschaftshauses sieht er keine Ausweichmöglichkeit. Gerade in der Karnevalszeit wäre die Faschingsdekoration kein passender Rahmen für Trauerfeiern.

Göddel hat auch schon konkrete Ideen, wie eine neue Trauerhalle aussehen könnte: „Ein Neubau etwa in Form der Trauerhalle Breitenborn erscheint uns denkbar. Sie ist ausreichend und kann auch durch das Vordach für größere Trauerfeiern genutzt werden. Hierzu liegen aus dem Rathaus auch verlässliche Zahlen der zu erwartenden Kosten vor.“