Michl als Gründauer SPD-Vorsitzender bestätigt

Einstimmig bestätigen die Gründauer Sozialdemokraten Hans-Jürgen Michl in seinem Amt als Ortsvereinsvorsitzender. Nach nun bereits seit sechs Jahren in dieser Funktion – mit einer einjährigen Unterbrechung wegen Hausbau – wird er nun für weitere zwei Jahre die sozialdemokratische Politik in Gründau federführend mitbestimmen.

Als Erfolge in seiner bisherigen Amtszeit wertete Michl den Ausbau der Kleinkinderbetreuung und das Haus der Gesundheit in Hain-Gründau. „Solche Erfolge sind die Voraussetzung, Menschen für die Politik in unserer Gemeinde zu begeistern“, betonte Michl. Sein Ziel sei es, durch Werbung von gerade jungen Neumitgliedern die Mitgliederzahl in den nächsten Jahren zu halten.

Auch die weiteren Ämter im Vorstand standen zur Neuwahl im Dorfgemeinschaftshaus in Niedergründau an. Der geschäftsführende Vorstand wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung bestätigt: Detlef Göddel und Dr. Jürgen Schubert als stellvertreter Vorsitzende, Angela Holzderber als Schriftführerin und Gerhard Arndt als Kassierer. Verstärkt wird der geschäftsführende Vorstand durch die Beisitzer Hans Kroth, Wolfgang Bienwald, Ute Schenk-Fischer, Brigitte Senftleben, Mario Dönges, Jürgen Press, Gisela Spahn und Volker Achtert.

Einen kurzen Ausblick auf die anstehenden Themen in Gründau gab der Fraktionsvorsitzende, Dr. Jürgen Schubert. Mehr Transparenz in der politischen Arbeit durch verstärkte Nutzung des Internet ist ihm ein Hauptanliegen. Dazu hat seine Fraktion drei Anträge zur nächsten Gemeindevertretersitzung eingebracht. Aber auch die Umsetzung des von Bürgermeister Merz vorgelegten Verkehrskonzepts stehen auf der SDP-Agenda. „Die bestehenden Ganztagesbetreuungskonzepte in den Kitas und Schulen wollen wir weiter optimieren und noch besser vernetzen“, erklärte Schubert.

Auch zum Ergebnis der Bürgermeisterwahl äußerte sich der Fraktionsvorsitzende: „Wir wollen selbstverständlich mit dem zukünftigen Bürgermeister konstruktiv zusammenarbeiten, um auch in den nächsten Jahren den Bürgern eine attraktive und lebenswerte Gemeinde zu bieten.“

Er bezog auch Stellung zu den unsachlichen Mobbinggerüchten, die im Bürgermeisterwahlkampf in Gründau die Runde machten. „Wir haben einen sachlichen Wahlkampf geführt, Dagegen stand eine brodelnde Gerüchteküche unter vorgehaltener Hand.“ Die Behauptung wie ‚Die SPD habe Merz aus dem Amt gemoppt‘ entbehre jeder Grundlage. Die Beschlüsse in der Vertretung und im Gemeindevorstand seien fast auschließlich einstimmig. Kein Bürgermeister in ganz Hessen habe eine derartige Basis. Insbesondere die Unterstützung durch den Erste Beigeordneten Hans Kroth, gerade in der fünfmonatigen Ausfallzeit des Bürgermeisters im vergangenen Jahr, davon alleine dreieinhalb Monate am Stück, sei außerordentlich. Dazu komme sein anerkannt fachmännischer Rat bei kommunalen Sachfragen und seine Unterstützung in der Wahrnehmung öffentlicher Termine, auch außerhalb der langen Vertretungszeit. „Daraus Mobbing zu konstruieren, ist infam und geht bewusst an den Tatsachen vorbei – und ist eigentlich selbst übelstes Mobbing gegenüber Menschen, die sich für andere abrackern,“ meinte Schubert.

Danach hatten die SPD-Bundestagskandidatin, Bettina Müller, und der SPD-Landtagskandidat, Christoph Degen das Wort, die als Gäste eingeladen waren.

Bettina Müller wird in dem Flächenwahlkreis Wetterau-Vogelsberg-Main-Kinzig zur Bundestagwahl antreten. „Das ist ländlicher Raum pur, zu dem ich einen sehr emotionalen Bezug habe“, sagte die aus Flörsbachtal im Spessart stammende gelernte Krankenschwester und Rechtsanwältin für Sozialrecht. Ein sachlicher Basiswahlkampf sei ihr wichtiger als die polemische Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner.

Degen will sich im Landtag für sein Steckenpferd, die Bildungspolitik stark machen. Gerade die Förderschulen – an einer ist er selbst derzeit tätig – und Ganztagesschulen liegen ihm sehr am Herzen. Als absoluten Pfusch sieht er dagegen das Hin und Her der Landespolitik in Sachen G8/G9 an den hessischen Gymnasien. „Das ist ein Flickwerk ohne Gleichen zu Lasten der Schüler und Eltern, die kaum noch den Durchblick behalten können, an welcher Schule nun was angeboten wird“, kritisierte der Landtagskandidat.