Mehr Transparenz und Bürgernähe im Internet

Das Internet ist aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken. Es liefert schnell Informationen und es hilft, viele Dinge, die man früher persönlich vor Ort erledigen musste, von zu Hause aus abzuwickeln. Mit zwei Anträgen zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung will die SPD-Fraktion diese Vorteile für die Bürger in Gründau nutzen.

„Wir wollen mit einem Online-Bürgerbüro den Bürger Behördengänge erleichtern und mit einem Rats- und Bürgerinformationssystem mehr Transparenz in die Arbeit der politischen Gremien und der Gemeindeverwaltung bringen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende, Dr. Jürgen Schubert.

Nach den Vorstellungen der SPD soll es zukünftig möglich sein, auf der Gemeindehomepage alle Informationen für Behördengänge abzurufen, so dass die Bürger nicht erst vor Ort im Rathaus erfahren, welche Unterlagen sie für ihren Behördengang hätten mitbringen müssen. Formulare sollen als Download bereitgestellt werden. Dort, wo es möglich ist, sollen Formulare online im Internet zur Verfügung gestellt, dort bearbeitet und per Knopfdruck ans Rathaus zur weiteren Bearbeitung zurückgesendet werden können. „So kann der Behördengang besser vorbereitet oder sogar direkt von zu Hause aus erledigt werden“, meint der Fraktionsvorsitzende.

Die SPD-Fraktion beabsichtigt weiterhin, in einem Bürgerinformationssystem den Bürgern Informationen rund um die politische Arbeit und Entscheidungen in Gründau näher zu bringen. Die so im Netz angebotenen Informationen sollen mindestens den Sitzungskalender, die vollständigen Sitzungsvorlagen und die Sitzungsprotokolle aller öffentlich tagenden Gremien umfassen. Geeignete Recherche- und Newsletterfunktionen sollen es dem Bürger ermöglichen, sich schnell und umfassend über den Stand der Entscheidungen zu den Belangen der Gemeinde zu informieren.

Dieses Bürgerinformationssystem soll in ein Ratsinformationssystem integriert sein. Hier sollen den Mandatsträgern Informationen für die politische Arbeit, die über den öffentlichen Bereich hinausgehen, zeitnah und übersichtlich zur Verfügung stehen. „Wichtig ist uns dabei, dass hier auch zu erkennen ist, in welchem Bearbeitungsstatus sich die Anträge der Gemeindevertretung befinden. In der Vergangenheit mussten wir leider immer wieder feststellen, dass einige Anträge vor sich hin dümpelten, weil man sie im Tagesgeschäft aus den Augen verloren hatte“, stellt Schubert fest.

Der Antrag der SPD sieht auch vor, dass vor einer finalen Entscheidung, den Weg zu mehr Internet zu gehen, alle Fraktionen und die Gemeindeverwaltung in die Entwicklung eines Anforderungskatalogs eingebunden werden. „Auf dieser Basis soll dann nach geeigneten Anbietern gesucht werden. Wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, sollte dann die abschließende Entscheidung zur Einführung getroffen werden können“, betont der Fraktionsvorsitzende.