Holzderber will mehr Pep ins Kulturleben bringen

In einem Positionspapier zur Fortführung des Kultursommers in Gründau, das die Vorsitzende des Kulturausschusses, Angela Holzderber (SPD), vorlegte, hatte die SPD-Fraktion die wesentlichen Punkte zusammengefasst, die sie für die weitere Attraktivität dieser Veranstaltung als notwendig ansieht. Die beiden anderen im Ausschuss vertretenen Fraktionen brachten keine inhaltlichen Vorschläge ein.

Vor einigen Tagen beriet der Kulturausschuss nun darüber. Damit hatte die Gemeindevertretung den Ausschuss auf einen Antrag der SPD-Fraktion hin beauftragt. Alle drei Fraktionen hatten dem SPD-Vorstoß zugestimmt, den Kultursommer wieder im zweijährigen Turnus auszurichten.

„Etwas Gutes noch besser machen und mehr Pep in das Gründauer Kulturleben bringen – das ist unsere Absicht mit einer Überarbeitung des Konzeptes“, meinte Holzderber.

„Nach unserer Ansicht soll die Gemeinde ein kulturelles Angebot für alle Altersgruppen anbieten. Aber noch stärker als in der Vergangenheit soll sich dies an die Jugendlichen in unserer Gemeinde richten. Hier sehen wir einen Schwerpunkt und wollen die Jugendlichen in die Ideenfindung und Planung einbinden“, betonte Holzderber. Die Ausschussvorsitzende denkt dabei an Aktionen, die Jugendliche ansprechen wie z.B. eine Castingshow mit bekanntem Moderator oder eine Open-Air-Veranstaltung.

Das Mundarttheater hatte sich immer einer großen Beliebtheit erfreut, gerade bei der älteren Bevölkerung, und sollte daher nach dem SPD-Vorschlag beibehalten werden. Weitere Aktionen für Senioren – als immer weiter zunehmende Bevölkerungsgruppe – sollen eingeplant werden. Holzderber nennt einen Cabaret-Abend oder eine Lesenachmittag als mögliche Programmpunkte.

Nach dem Erfolg des Bürgerfestes im Jubiläumsjahr schlägt die SPD in ihrem Papier ein ortsteilübergreifendes „Gründaufest“ als Teil des Gründauer Kulturlebens vor. Um dem Fest die notwendige Attraktivität zu verleihen, könnte sich Holzderber einen Publikumsmagnet wie z.B. einen Comedy oder eine bekannte Band vorstellen. Holzderber dazu: „Zu klären ist für uns noch, ob es ein Fest werden kann, das wie im letzten Jahr schwerpunktmäßig von den Vereinen geschultert wird oder ob hier ein anderes Konzept angebracht ist, um die Vereine nicht zu überfordern.“

Mit der Planung und Durchführung des neuen Kultursommers soll nach den Vorstellungen der SPD federführend eine Eventagentur beauftragt werden, die in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren zu ermitteln ist. „Am Ende muss ein tragfähiges und finanzierbares Konzept stehen, das ein Highlight am Gründauer Kulturhimmel werden kann“, verdeutlichte die Ausschussvorsitzende.