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16. April 2018

Kinderarmut – wie hoch ist die Zahl der Betroffenen im Main-Kinzig-Kreis?

Sozialpolitiker der SPD-Kreistagsfraktion kündigen Antrag zur Erhebung der Zahlen für die Kreistagssitzung im Juni an
+Sozialpolitiker der SPD-Kreistagsfraktion beraten sich mit Landrat Thorsten Stolz zum Thema Kinderarmut

Zwanzig Prozent der Kinder in Deutschland sind laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von Armut unmittelbar betroffen oder aber davon bedroht. Wie stellt sich diese Problematik im Main-Kinzig-Kreis dar? Das wollen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten der SPD-Kreistagsfraktion wissen und kündigen einen entsprechenden Antrag zur Kreistagssitzung im Juni an. 

Nach dem Willen der heimischen SPD sollen im Main-Kinzig-Kreis – losgelöst von Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene – konkrete Projekte zur Stärkung von Kindern auf den Weg gebracht werden. 

„Bereits im ausgehandelten Koalitionspapier mit der CDU haben wir Sozialdemokraten großen Wert darauf gelegt festzuhalten, dass auch im Main-Kinzig-Kreis Kinder von Armut betroffen oder bedroht sind und wir hier tätig werden müssen. Nun haben wir uns in einer ersten Arbeitssitzung gemeinsam mit Landrat Thorsten Stolz intensiv mit der Thematik auseinander gesetzt. Wir möchten wissen, wie viele Kinder im Main-Kinzig-Kreis in Familien leben, die sogenannte Leistungsbezieher nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) sind. Wie viele Kinder in unserem Landkreis besuchen die Tafeln? Diese Erhebungen, die im Sozialausschuss vorgestellt werden sollen, können uns zunächst Aufschluss geben darüber, wo und wie groß der Handlungsbedarf ist“, erklärt Jutta Straub, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion.

In einem zweiten Schritt wollen die sozialdemokratischen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker dann erarbeiten, was unternommen werden kann, um eine möglichst breite Bildungs- und Kulturteilhabe für Kinder im Main-Kinzig-Kreis – unabhängig vom Einkommen der Eltern – erreichen zu können. 

„Dies kann und darf nicht am Reißbrett entschieden werden, sondern muss unter Einbeziehung aller Beteiligten geschehen. Wichtig für uns ist dabei, ein möglichst breites Spektrum abzudecken, und die Kinder vor möglicher sozialer Isolation zu bewahren“, macht Jutta Straub deutlich


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