Pressemitteilung:

08. August 2018

Gründauer Gemeindemarketing: Wenn, dann aber richtig.

Kommunen kämpfen um Aufmerksamkeit, um ansässige und neue Bürger. Sie bemühen sich um steuerzahlende junge Menschen und Familien, Gewerbetreibende und qualifizierte Arbeitskräfte.

 Gilt dies auch für Gründau? Wenn man die bisherigen Bemühungen anschaut, hat man seine Zweifel.

 Das Image einer Kommune ist für Wettbewerb unter den Gemeinden – und der ist ohne Zweifel da - entscheidend. „Das Alleinstellungsmerkmal der Gemeinde ist herauszuarbeiten: Was macht sie so einzigartig? Aus welchen Gründen sollten junge Menschen gerade dorthin ziehen? Was veranlasst Gewerbetreibende, hier ihren Betrieb anzusiedeln/ihr Geschäft zu eröffnen oder sich selbständig zu machen?“ fordert SPD-Gemeindevertreter Hans Kroth.

 In Gründau glaubte man, diese komplexe Aufgabenstellung mit dem Einrichten einer Kommission lösen zu können. Die bisherigen Erfahrungen zeichnen kein positives Bild. (Hier bitte einfügen, was dort bisher passiert oder auch nicht passiert ist). Es besteht dringender Handlungsbedarf.

  Andere, auch kleinere Gemeinden, gehen das Thema strategischer an. Organisatorisch wird es mit einer eigenen Stelle in der Verwaltung platziert. „Unabdingbar ist dabei u.a. eine entsprechende Qualifizierung des betreffenden Mitarbeiters. Nur wenn das entsprechende Know-how vorhanden ist, haben wir die Gewissheit, dass dem Thema die notwendige Bedeutung und der ausreichende Zeitrahmen eingeräumt wird“, so SPD-Gemeindevertreter Jürgen Schubert. „Bisher ist in der Marketingkommission hingegen nicht viel passiert, eine klare Zielsetzung und eine zeitnahe Umsetzung konkreter Maßnahmen sind bisher nicht zu erkennen.“

 Ziel muss es sein, die Kommune als Qualitätsversprechen für ansässige und neue Bürger, für Gewerbetreibende und Touristen aufzubauen: Wo soll die Stadt bzw. Gemeinde in fünf, zehn, zwanzig Jahren stehen? Was sollen die Einwohner, neuen Bürger, Touristen und Gewerbetreibende mit ihrer Heimatkommune verbinden? Was ist die zentrale Botschaft?

 Nicht zuletzt ist die Kommunikation über das Wirken der Gemeinde das A und O, ansonsten läuft man Gefahr, in der Bedeutungslosigkeit versinken. „Voraussetzung ist ein strategisches Marketing-Konzept. Es bildet die Grundlage für eine zukunftsfähige Entwicklung der Kommunen und stellt eine effiziente und zielgerichtete Umsetzung sicher.“ argumentiert SPD-Gemeindevertreter Jürgen Schubert. „Andere Gemeinden definieren bspw. die Gemeinde, Wirtschaft und Tourismus als Säulen des Gemeindemarketings. Hier ist zumindest eine Strategie erkennbar. Dies hätte ich mir von der Marketingkommission auch gewünscht.“

 Leider hemmen auch hier die  vielen Nebenkriegsschauplätze zwischen der CDU/FWG und dem Bürgermeister die Entwicklung von Ideen, wie ein zukünftiges Gemeindemarketing aussehen könnte. Für eine Rückkehr zur Sacharbeit und zu den Interessen der Gemeinde ist es höchste Zeit. Dafür wurden wir von den Bürgern gewählt.


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