Pressemitteilung:

Gründau, 25. April 2018
SPD Gründau nominiert 30-Jährigen aus Nidderau für das Rennen ums Rathaus

Neumann will Bürgermeister werden

+Der neue Mann für Gründau: Florian Neumann

Florian Neumann geht für die SPD Gründau ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Bei der Mitgliederversammlung gestern Abend nominierten ihn die Genossen mit 27 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme im Dorfgemeinschaftshaus Gettenbach zu ihrem Kandidaten. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 will er Amtsinhaber Gerald Helfrich (parteilos) beerben.

„Gründau bietet so unglaublich viel“, erklärt Florian Neumann im Gespräch mit der GNZ. Der Gemeinde sei eine gute Mischung aus natürlichen Naherholungsräumen bei gleichzeitig florierenden Wirtschaftszentren gelungen. Schon viele Male sei Neumann zu Besuch gewesen, sowohl als Kunde im Kinzigtalzentrum als auch als Outdoorfan in der heimischen Natur. Seit er sich dazu entschlossen hat, als Bürgermeisterkandidat für die SPD ins Rennen zu ziehen, habe er sich intensiver mit den sieben Ortsteilen beschäftigt, die er allesamt als „liebens- und lebenswert “ beschreibt.„ Die Wohn- und Lebensqualität in Gründau ist sehr hoch.“ Daher könne er sich auch vorstellen, selbst bei einer Niederlage nach Gründau zu ziehen, um sich dort ein Eigenheim zu bauen. „ Und falls Ihr dennoch nach einem gemeinsamen Wahlkampf sagen würdet, dass es mit uns passt, würde ich in sechs Jahren erneut hier im wunderschönen Gründau kandidieren“, ruft er den Genossen entgegen.

Florian Neumann ist 30 Jahre alt. Der gebürtige Baden-Badener ist in Wiesbaden aufgewachsen und lebt derzeit mit seinem Lebensgefährten sowie Hund Mozart in Nidderau. Ein paar Hühner und Enten vervollständigen die junge Familie. Seit 2010 ist er Inhaber der Agentur „ Neumann Musik und Events “. Seit 2017 unterrichtet er zudem Musik an der Käthe-Kollwitz-Schule in Langenselbold. „Die Musik erfüllt mich und stellt meine Insel zum Kräfteschöpfen dar“, erklärt er. Das Hobby sei für ihn wichtig, um einen Ausgleich an stressigen Tagen zu finden. Neben Klavier spielt Neumann in erster Linie Posaune. Das symphonische Blasorchester leitet er als Dirigent. Auch dabei habe er bereits Führungsqualitäten bewiesen: „ Musiker sind ein Völkchen für sich, das ein Dirigent zusammenhalten muss“, sagt Florian Neumann augenzwinkernd.

In Wiesbaden hatte er von 2004 bis 2007 seine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter im öffentlichen Dienst absolviert. Danach ging er zur Bundeswehr, wo er als Zeitsoldat ebenfalls in der Verwaltung eingesetzt wurde: „ Ich musste den Haushalt mit erstellen, meine Mitarbeiter führen sowie komplexe Aufgaben eigenständig bearbeiten", berichtet er von weiteren Erfahrungen, die er als Rathauschef einsetzen würde. Auch deshalb fühle er sich für die Herausforderungen es Bürgermeisteramtes gewappnet. In seiner Freizeit genieße er es, neue Dinge auszuprobieren – vor allem kulinarisch: „ Ich esse sehr gerne, was dann wiederum eine extra Trainingseinheit bedeutet“, erklärt er. Vor allem im Urlaub könne und wolle er den landestypischen Speisen nicht widerstehen. Um die Pfunde daraufhin wieder purzeln zu lassen, ziehe es ihn regelmäßig in die Natur.

Drei erste Schwerpunkte: Leben, Wohnen, Arbeiten Neumann möchte die Wahl mit seiner Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten gewinnen. Obwohl er sich noch etwas Einarbeitungszeit in die Gründauer Politik wünsche, hat er bereits erste Wahlkampfthemen ausgemacht. Ganz aktuell hat er den Ausbau der Kita-Betreuungsplätze aufgenommen. Für Neumann steht fest, dass eine Gemeinde immer für ausreichend Plätze sorgen müsse, um als Wohn- und Arbeitsort attraktiv zu sein und auch zu bleiben. Die momentan in Gründau geplanten 50 Plätze seien zu wenig: „ Wir müssen dauerhaft eine zufriedenstellende Situation für alle Eltern in Gründau schaffen . Wenn wir das jetzt angehen wollen, warum dann nicht gleich richtig?“, kritisiert er. Wartelisten , wie sie derzeit für rund 100 Kinder geführt werden, sollen unter seiner Regie der Vergangenheit angehören. Ergänzungen habe er außerdem zum jüngsten Beschluss der Gemeindevertretung zur Schaffung günstiger ohnraums in den Neubaugebieten: Er möchte den Vorstoß der heimischen Politik noch um den Faktor „Barrierefreiheit“ erweitern. Als „Tor zum Rhein-Main- Gebiet “ und angesichts des demografischen Wandels gelte es, dies in den Planungen zu berücksichtigen.

Einen weiteren thematischen Schwerpunkt möchte er auf die Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets zwischen Rothenbergen und Lieblos legen: „Dazu müssen in den kommenden sechs Jahren die Weichen gestellt werden “ Mit den Gewerbetreibenden und vor allem mit den Bürgern möchte Neumann als möglicher Rathauschef bedarfsorientiert das Areal konzeptionell entwickeln. Priorität solle die Ansiedlung von Ausbildungsbetrieben haben, um einen Zuwachs für Gründau zu generieren. Entscheidend sei, welche Art von Geschäften in Gründau noch gebraucht beziehungsweise gewünscht würden. „ Das muss eine Gemeinde als Ganzes entscheiden“, lädt er zum Dialog ein. Anschließend gelte es, den Handel auch professionell zu vermarkten.

Ein Rathauschef müsse moderieren und zwischen den politischen Kräften vermitteln. „Ich kann das", sagt Florian Neumann selbstbewusst. Das habe er in seiner jahrelangen Verwaltungsarbeit bewiesen. Ein Bürgermeister sei für ihn vor allem eins: das Gesicht der Gemeinde. In dieser Funktion möchte Neumann als Ansprechpartner für die Belange der Bevölkerung fungieren. Umso unverständlicher sei für ihn, dass Teile der Gemeinde momentan von einer Fliegenplage in ihrer Lebensqualität eingeschränkt seien und dass das Rathaus offensichtlich die Beschwerden nicht ernst nehme: „Auch wenn ein Bürgermeister der Chef einer Verwaltung mit vielen Mitarbeitern ist, steht seine ganze Arbeit unter einem einzigen Gesichtspunkt: das Leben der Bürger zu verbessern.“ Er selbst sei begeisterungsfähig und könne seine Mitmenschen ebenfalls begeistern. Eine Stärke, die seiner Meinung nach auf kommunaler Ebene gebraucht werde. „Ich möchte die Menschen mitnehmen.“ Genau aus diesem Grund sei er in der Politik aktiv.

Florian Neumann stammt aus einer sozialdemokratischen Familie. Sein Vater und eine Tante seien ebenfalls für die SPD kommunalpolitisch engagiert. „ Ich kenne Politik von klein auf“, betont er. Seine Eltern hätten ihm beigebracht, dass es wichtig sei, Demokratie auch zu leben. „Ich möchte der Gesellschaft etwas mit meinem Wirken zurückgeben.“ Die sozialen Themen der SPD seien ihm dabei besonders wichtig. Bis heute seien sie der größte Ansporn für Neumann, sich in der Partei und in der Politik zu engagieren. Er möchte dabei nicht nur kritisieren, sondern auch etwas verändern. „Das lebe ich“, bekräftigt er. Persönlich kenne er die Parteiarbeit zudem als stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender in Nidderau.

Die Gründauer Genossen sollen im kommenden Wahlkampf eine „große Rolle“ einnehmen: „Wir werden gemeinsam auftreten und unsere Vorstellung für die Zukunft Gründaus den Bürgern präsentieren.“ Auch wegen seines derzeitigen Wohnorts Nidderau eine nachvollziehbare Entscheidung, wie er selbst einräumt. So möchte er mithilfe der SPD einerseits bekannt werden sowie andererseits auch die Sorgen und Nöte der Bürger kennenlernen. „ Wir haben ab heute ein Jahr Zeit, uns gemeinsam mit neuen Ideen gegen Amtsinhaber Gerald Helfrich zu positionieren“, zeigt er sich kämpferisch.

„Es wird nicht leicht, aber wir würden den Weg nicht gemeinsam gehen, wenn es nicht erfolgversprechend wäre“, antwortet Florian Neumann auf die Frage nach seinen Chancen. Er will für eine hohe Wahlbeteiligung kämpfen und vor allem die Jüngeren für sich gewinnen. Er hofft, mit seiner Kandidatur auch für „frischen Wind“ zu sorgen. Es sei für ihn eine schöne Vorstellung: „Gründau , eine Gemeinde im Grünen mit einer bunter Vereinslandschaft, braucht nur noch einen ‚roten‘ Bürgermeister. Falls ich die Wahl gewinne, werde ich aber der Bürgermeister für alle Gründauer sein“, erklärt Florian Neumann bereits im Wahlkampfmodus.

Quelle: GNZ v. 24.4.2018


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