Pressemitteilung:

Gettenbach, 25. April 2018
SPD Gründau startet mit ihrem Kandidaten Florian Neumann in den Bürgermeisterwahlkampf

"Bürger werden im Regen stehen gelassen"

+Gemeinsam für eine starke SPD (von links): Landrat Thorsten Stolz, Landtagsabgeordneter Christoph Degen, Ute Schenk-Fischer, Bürgermeisterkandidat Florian Neumann und Dr. Jürgen Schubert

Die SPD Gründau hat den Wahlkampf eröffnet. Bei der Mitgliederversammlung am Montagabend nominierten die Genossen Florian Neumann als ihren Bürgermeisterkandidaten. Gemeinsam mit Landtagsabgeordnetem Christoph Degen und Landrat Thorsten Stolz blickten die Sozialdemokraten kurz auf die Landes- und Kreispolitik. Doch in erster Linie stand das Rennen um den Chefsessel im Gründauer Rathaus im Mittelpunkt des Abends. Und dabei kritisierte die SPD vor allem eins – besser gesagt einen: Amtsinhaber Gerald Helfrich.

„Wir müssen uns fragen, ob die vergangenen Jahre gute für Gründau waren“, eröffnete der Gründauer Parteivorsitzende Dr . Jürgen Schubert die Mitgliederversammlung . Für ihn seien es zumindest keine gewesen . Anträge und Beschlüsse der Gemeindevertretung habe die Verwaltung schleppend bearbeitet . Als Beispiel führte der Parteichef das nicht vorliegende Konzept zur Kinderbetreuung an . „Die Gemeinde wurde eher schlecht als recht verwaltet und in keiner Weise geleitet.“ Für Schubert sei dafür nur einer verantwortlich : Bürgermeister Gerald Helfrich (parteilos).

Der Amtsinhaber habe in den vergangenen Jahren nicht überzeugt , meinte Schubert: „Er will mit dem Kopf durch die Wand wie vor kurzem mit der Stellenbesetzung des Ordnungsamtsleiters.“ Ein Streit zwischen Gemeindevorstand und Bürgermeister werde jetzt offen ausgetragen , indem das Parlament miteingebunden worden sei. Weitere Kritik übte Schubert hinsichtlich der Fliegenplage , von der erneut Bürger aus Lieblos, Rothenbergen und Niedergründau betroffen seien. Bereits im vergangenen Jahr habe die Verwaltung nur mit Hinweisen zur richtigen Entsorgung des Biomülls reagiert . „ Die Bürger werden im Regen stehen gelassen “, kritisierte der Parteichef. Das sei bereits bei der Gebührenerhöhung für die Kinderbetreuung der Fall gewesen , bei der sich Schubert eine Stellungnahme des Bürgermeisters gewünscht hätte.

Jedoch wollte Schubert am Montagabend optimistisch in die Zukunft blicken: „Gründau braucht einen neuen Mann, der mit seinen Ideen überzeugt und danach handelt.“ Einen solchen Mann habe die SPD mit Florian Neumann gefunden. Schubert erhoffe sich mit der Nominierung , dass ein „ frischer Wind“ das bisherige „Wir machen das immer so“ ersetze. „Das ist auch die Stärke von Florian Neumann . Er ist als Außenstehender für neue Ideen offen und kann die bei uns gefestigten Pfade verlassen.“ In zwei Gesprächen habe Neumann bereits den Gründauer SPD-Vorstand überzeugt. Für ihn spreche laut Schubert, dass er mit seiner Ausbildung zum Verwaltunsfachangestellten sowie seiner Tätigkeit bei der Bundeswehr im Bereich Budget- und Personalwesen über weitreichende Kenntnisse verfüge. Mittlerweile habe sich Neumann zudem „sehr intensiv“ vorbereitet , wie der Vorsitzende erklärte.

Kandidat Neumann griff das direkt auf. In seiner Vorstellung benannte er neben der Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets zwischen Rothenbergen und Lieblos auch den Ausbau der Kinderbetreuung und die Fliegenplage als Schwerpunkte seines Wahlkampfs. „Das sind Probleme, denen wir schnellstmöglich im Sinne der Bürger nachkommen müssen“, betonte er. Für ihn sei es unverständlich, warum die Verwaltung die Sorgen in beiden Fällen nicht ernst nehme und die Bevölkerung vertröste. Jedoch kenne der 30-Jährige aus Nidderau noch nicht alle Probleme und Sorgen, die die Gründauer umtrieben: „Ich bitte Euch daher heute um Eure Stimme und im Wahlkampf um Eure Unterstützung“, sagte Neumann zu den heimischen Genossen. Er versprach einen Wahlkampf, der Spaß machen werde.

Für die beiden Gäste des Abends, Christoph Degen und Thorsten Stolz, ist ebenfalls Florian Neumann der geeignete Kandidat. „Ich kenne von den hier Anwesenden Florian Neumann am längsten“, sagte Landtagsabgeordneter Degen, der Neumann der SPD Gründau vorgeschlagen hatte. Degen habe Neumann als Verwaltungsexperten und als Menschen, der zu seinem Wort stehe, kennengelernt. „Ihr habt den richtigen neuen Mann für Gründau gefunden“, sagte Degen und kündigte seine Unterstützung für den Wahlkampf an.

Auch Landrat Thorsten Stolz begrüßte die Nominierung: „Mit Deiner Nominierung ein Jahr vor der Wahl hast Du Deine Ernsthaftigkeit unterstrichen“, betonte er. Die ersten Themenschwerpunkte, die Neumann auf sozialen Wohnungsbau und ein professionelles Gewerbekonzept gelegt habe, würden das noch zusätzlich untermauern. „Das sind die richtigen Prioritäten. Jetzt gilt es, mit Deiner Persönlichkeit und Deinen Ideen im Wahlkampf zu überzeugen", erklärte der Landrat.

Quelle: GNZ v. 25.4.2018

 


Sitemap