Pressemitteilung:

Gettenbach, 19. März 2017

Dr. Jügen Schubert ist neuer Vorsitzender

Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Gettenbach / "Wir sind wieder da"

Die SPD Gründau hat wieder einen Chef: Dr. Jürgen Schubert wurde während der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Gettenbach mit 22 Ja-, einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen zum neuen Vorsitzenden der Sozialdemokraten gewählt. Damit folgt er auf Hans-Jürgen Michl, der nach der Wahlschlappe während der Kommunalwahl 2016 sein Amt niedergelegt hat. Schubert bedankte sich bei der stellvertretenden Vorsitzenden, Ute Schenk-Fischer, die den Ortsverein durch die Monate ohne Vorsitzenden geführt hatte.

In ihrer Funktion als kommissarische Leiterin der Orts-SPD eröffnete Ute Schenk-Fischer die Versammlung und begann mit einem Rückblick. Trotz guter Wahlvorbereitung und dem Abschneiden als stärkste Fraktion musste der Ortsverein während der Gemeindewahl 2016 große Verluste hinnehmen und fand auch keinen Koalitionspartner.

„Das war ein harter Rückschlag für die SPD, unsere gute Arbeit wurde nicht honoriert“, resümierte Schenk-Fischer. Nachdem Hans-Jürgen Michl als Konsequenz aus der Wahlschlappe sein Amt als Vorsitzender niedergelegt hat, konnte die SPD keinen Nachfolger präsentieren. “Damit gaben wir ein schlechtes Bild nach außen ab, wir befanden uns am Tiefpunkt.“ Um die Vorstandsarbeit am Laufen zu halten, übernahm sie die kommisarische Leitung des Ortsvereins, „die Kraft, neue Themen zu setzen, hatten wir aber noch nicht.“ Als schließlich auch noch die Gunst der Wähler für die SPD auf Bundesebene unter 20 Prozent sank, habe es ihrer Meinung nach Zeiten gegeben, in denen es sich nicht prickelnd angefühlt habe, Sozialdemokrat zu sein.

„Es treten vermehrt junge Menschen in die SPD ein“

Die Politik der CDU und FWG vor Ort, die Kaninchenjagd-Affäre auf Kreisebene, die Idee Sigmar Gabriels, Martin Schulz den Vortritt zu lassen und letztlich auch der Brexit und andere internationale Begebenheiten hätten dazu geführt, dass das Tal der Tränen durchschritten sei. „Es treten vermehrt junge Menschen in die SPD ein, was sicherlich damit zu tun hat, dass sie die Errungenschaften Europas wertschätzen und nicht mehr hergeben möchten.“ Allein der Ortsverein verzeichnete im vergangenen halben Jahr sieben Eintritte, berichtete sie.

Den Grund für den Aufwind der SPD vor Ort sieht sie in einer „katastophalen Politik“ von FWG und CDU und dem unangemessenen und unverschämten Auftritt ihrer Politiker. „Sie haben versucht, das Ärztehaus in Lieblos aus klientelpolitischen Gründen zu verhindern und sie haben die Erhöhung der Kindergartengebühren gegen massiven Protest der Elternschaft durchgesetzt.“ Den Sieg von Thorsten Stolz bei der Landratswahl nannte sie ein Sahnehäubchen auf dem Aufwind der SPD, sein gutes Abschneiden in Gründau eine Sensation. „Wir sind also wieder da!“, schloss sie ihren Bericht.

Während der Vorstandswahl trat Dr. Jürgen Schubert als einziger Kandidat für den Vorsitz des Ortsvereins an. In seiner Antrittsrede machte er deutlich, dass es Aufgabe des Ortsvereins sei, die SPD vor Ort im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl wieder stärker ins Gespräch zu bringen. Die Arbeit der Kreis-, Landes- und Bundespolitik müsse aufgegriffen und den Bürgern näher gebracht werden. Die Ziele der SPD müssten klar formuliert werden: Wofür steht die Gründauer SPD und wohin will sie politisch gehen? Dies seien zentrale Fragen. „Gründau hat in jedem Fall Besseres verdient als eine dilettantische, bürger- und unternehmerfeindliche Politik“, schloss er seine Ansprache.

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Quelle: GNZ vom 13.3.2017


 




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