Pressemitteilung:

10. Januar 2017
CDU und FWG verweigern Gespräch zu Kitagebühren

„Sorgen der Eltern werden bewusst ignoriert“

Auf Initiative der Gründauer Elternbeiräte hin sollte am vergangenen Dienstag ein klärendes Gespräch zwischen allen Parteien im Rathaus stattfinden. Ziel war es, die Kritikpunkte der Eltern an dieser drastischen Gebührenerhöhung für den Kitabesuch zu diskutieren und mögliche Kompromisse zu finden. FWG und CDU haben nun die Einladung des Bürgermeisters zu diesem Gespräch kurzfristig abgelehnt und ignorieren damit die Sorgen und Nöte der Eltern.

"Wir erhalten viele Fragen und Rückmeldungen von besorgten Eltern und der Gemeinde allgemein. Diese müssen unseres Erachtens nach auf jeden Fall noch geklärt werden", so der SPD-Gemeindevertreter Matthias Springer. "Auch daher ist die Absage durch FWG und CDU besonders unverständlich und enttäuschend."

Im Rahmen einer Petition brachten Vertreter der Elternschaft ihr Unverständnis für diese Gebührenerhöhung zum Ausdruck. Viele Familien mit kleinen Kindern fühlen sich von der Höhe der von CDU und FWG beschlossenen, drastischen Anhebung der Kitagebühren überrumpelt. Auch ist der Startpunkt für Anfang Februar für viele Eltern viel zu kurzfristig, um darauf reagieren zu können. CDU und FWG haben die Gebührenerhöhung erst am 19. Dezember beschlossen. Für einen Kitaplatz besteht eine sechswöchige Kündigungsfrist.

Bereits im Vorfeld der Sitzung sprachen sich sowohl die Gründauer Sozialdemokraten sowie zahlreiche Eltern gegen eine Erhöhung der Kitagebühren aus. Trotz des massiven Protestes beschlossen die Freien Wähler und Gründauer Christdemokraten jedoch die Gebührenerhöhung. Auch nachdem die Mehrheit der Gemeindevertretung dem Antrag der FWG zur Erhöhung der Gebühren folgte, sahen die Gründauer Sozialdemokarten großen Gesprächsbedarf zu diesem Thema.

Aus diesem Grund wurde ein Treffen mit allen drei Fraktionen für Dienstag, 10. Januar 2017, angesetzt. Jedoch teilte Bürgermeister Helfrich am Montagabend dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Porstner per Mail mit, dass sowohl die FWG als auch die CDU keine Notwendigkeit für ein Gespräch zu diesem Thema sehen. Das Gespräch wurde daher kurzfristig abgesagt. „Mit Bedauern habe ich diese E-Mail zur Kenntnis genommen. Wir hätten uns im Sinne der Kinder und der Gründauer Familien sowohl ein Gespräch als auch eine für die Eltern akzeptable Kompromisslösung gewünscht“, kommentiert Porstner die mangelnde Gesprächsbereitschaft von CDU und FWG.

Die Gründauer Sozialdemokraten sehen durch die Gebührenerhöhung die Attraktivität Gründaus in Gefahr. „Gründau war bisher im Bereich der Kinderbetreuung eine Vorzeigegemeinde auf Kreis- und Landesebene. Dies wollen wir auch in Zukunft sein. Zudem gibt es keinerlei Notwendigkeit für diesen Schritt. Für das kommende Jahr werden wir als Gemeinde auch ohne die Erhöhung der Kitagebühren ein deutliches Haushaltsplus erzielen. CDU und FWG beschreiten eindeutig den falschen Weg“, so der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Neuner. 


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