Pressemitteilung:

14. Dezember 2016
FWG plant drastischen Griff in den Geldbeutel von Familien mit Kindern

Übles Weihnachtsgeschenk für Gründaus Kinder

Neun Monate nach der Wahl lässt die FWG die Katze aus dem Sack. Hatte sie im Wahlkampf noch die „Förderung der Familie“ betont, plant sie nun eine tiefen Griff in die Geldbeutel der Eltern in Gründau. 13.000 Euro müssen Eltern von zwei kleinen Kindern dann insgesamt mehr zahlen, wenn sie diese ab dem ersten Lebensjahr bis zur Einschulung ganztags in den Gründauer Kitas betreuen lassen. Ab Januar 2017 kann das schon Realität werden!

Der Vormittags- und verlängerte Vormittagsbesuch der Kita für Kinder ab drei Jahren war seit der Gebührensenkung durch die SPD gebührenfrei. Nun sollen die Eltern dafür 70 Euro bzw. 90 Euro berappen. Wer sein drei Jahre oder älteres Kind ganztägig in der Kita betreuen lassen will, zahlt nach dem Willen der FWG dann sogar 150 Euro statt bisher 20 Euro. Auch die Eltern mit Kindern unter drei Jahren will die FWG deutlich zur Kasse bitten. Bisher kostete der Krippenplatz vormittags 45 Euro und ganztägig 50 Euro. Nun verlangt die FWG dafür 120 Euro bzw. 190 Euro.

Erst 2015 hatte die Gründauer SPD die Gebühren auf ein sehr niedriges Niveau abgesenkt, um berufstätige Eltern zu entlasten und allen Kindern einen möglichst kostengünstigen Zugang zu frühkindlicher Bildung zu ermöglichen. Das will die FWG nun vom Tisch fegen. „Drastische Erhöhung der Kitagebühren, das scheint die FWG unter familienfreundlich zu verstehen, zu Lasten der Eltern und letztlich auch zu Lasten der Kinder“, kritisiert Franz Porstner, SPD-Fraktionsvorsitzender, den Vorstoß der FWG. „Die FWG wird damit ihrem Anspruch als ‚Bürger für Gründau‘ nicht gerecht. Was sie da planen, ist ein Rückschritt in die Steinzeit der Kinderbetreuung: Das können sich dann nur noch Besserverdienende leisten. Eltern, die bereits beide berufstätig sind, um die Familie über die Runden zu bringen. werden entweder noch mehr ackern müssen, um sich diese hohen Kitagebühren leisten zu können, oder sie müssen das Geld bei Kleidung oder Spielsachen ihrer Kinder abknapsen.“

Mit den hohen, unsozialen Gebühren will die FWG erreichen, dass die Zahl der in den Kitas angemeldeten Kinder zurückgeht. In der Konsequenz könnte die Gemeinde dann Erzieherinnen entlassen und Personalkosten sparen. Schon jetzt verhindert die Mehrheit im Gemeindevorstand unbefristete Neueinstellungen von Erzieherinnen. Außerdem wäre dann auch kein Neubau eines U3-Hauses mehr nötig.

Und das alles, obwohl die Gemeinde finanziell so gut da steht wie schon lange nicht mehr. Dank sprudelnder Gewerbesteuereinnahmen wird der Haushaltsplan für 2017 erstmals seit vielen Jahren mit ca. 5 Mio. Euro ein Plus ausweisen - in diesem Betrag sind die Mehreinnahmen durch die höheren Kitagebühren noch gar nicht eingerechnet. Ebenfalls liegen die Rücklagen für eine Gemeinde in der Größe wie Gründau mit über 30 Mio. Euro in „astronomischen“ Höhen.

„Warum die FWG in einer solchen für Gründau finanziell sehr komfortablen Zeit gerade bei den Familien mit Kindern zulangen will, das wird sie den Eltern nur schwer erklären können. Wir rufen daher alle Eltern auf, gegen diese unsinnige Gebührenerhöhung ihre Stimme zu erheben. Und zur Gemeindevertretersitzung am 19.12. um 20 Uhr ins Liebloser Bürgerzentrum zu kommen. In dieser Sitzung wird über diese Erhöhung abgestimmt werden“, so Porstners Appell an alle Eltern und Bürger.

 


Sitemap